Die Ableitung ohne Grenzwert? Ein handlungs- und lernorientiertes Konzept von der Änderungsrate zum Ableitungsbegriff

WM_15

Robert Teichert, Primo-Levi-Gymnasium Berlin

Die Ableitung ohne Grenzwert? Ein handlungs- und lernorientiertes Konzept von der Änderungsrate zum Ableitungsbegriff

Verstehensorientiert, schülerzentriert und auch noch mathematisch korrekt?

Gleich drei Wünsche auf ein Mal und noch ein paar Anregungen mehr rund um das Schlagwort „propädeutischer Ableitungsbegriff“ werden im Workshop vorgestellt und zum Teil selbst erkundet. Nach Ideen von Martin Kramer wird ein Konzept vorgestellt, welches am Ende der 10. Klasse am Gymnasium oder in der Einführungsphase an der integrierten Sekundarschule seinen Einsatz finden kann.

Im Zentrum des Workshops steht die aktive und kritische Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit verschiedenen handlungsorientierten Materialien und schülerzentrierten Kontexten. Deren konkrete Einsatzmöglichkeiten im Unterricht zur Förderung einer schülerorientierten Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand sollen aufgezeigt werden.

So entwickelt sich der Graph der Ableitungsfunktion ganz ohne Grenzwertdefinition und formale Ableitungsregeln. „Nebenbei“ entstehen die wichtigen Begriffe wie Steigung, Krümmung, Hochpunkt, Tiefpunkt und Wendepunkt zur Beschreibung der Graphen und dienen einem tieferen Verständnis der zugrunde liegenden Kontexte.