Augmented Reality – Alzheimer real und mit digitaler Unterstützung

WS B001

Dr. Christoph Thyssen, TU Kaiserslautern

Augmented Reality – Alzheimer real und mit digitaler Unterstützung

Der Einsatz digitaler Medien kann dank alltagstauglicher 3D- Drucktechniken und Augmented Reality (AR)-Anwendungen mittlerweile Virtualität und Realität in Lernumgebungen sinnvoll verbinden. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn Sachverhalte thematisiert werden, die durch unmittelbare Sinneserfahrungen nicht direkt erschließbar sind, wie Veränderungen innerer Organe. So entwickelt sich z. B. die Ursache für Alzheimer nahezu „unsichtbar“ im Kopf des/der Betroffenen und ist daher für Außenstehende oft schwer „begreifbar“. Deshalb wurden auf Basis von computertomographischen Scans der Gehirne 3D-Drucke erstellt, welche das Gehirn sehr gut fass- und untersuchbar machen. Im Workshop wird ein Konzept vorgestellt, in dem Gehirne einer Kontrollperson und einer Alzheimer Patientin zur Erkenntnisgewinnung verglichen werden. Lerner können so ein umfassendes Verständnis zu Funktionen von Hirnarealen und den Auswirkungen krankheitsbedingter Veränderungen entwickeln. Das Konzept erlaubt adressatengerechte Reduktion der Abstraktheit diagnostischer Techniken bei gleichzeitiger Fokussierung auf die Vorgänge im Gehirn.

Die Modelle werden derzeit durch AR-Elemente erweitert. 3D- Druck mit AR-Unterstützung schafft einen visuellen und haptischen Zugang auch für diejenigen, die in der Beurteilung virtueller Repräsentationen (z.B. MRT-Scans) ungeübt sind. Dank Integration virtueller Komponenten können über Updates zudem auch aktuellste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung binnendifferenziert integriert und für den Unterricht nutzbar gemacht werden.