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„Die Kraft, die durch den Knoten geht!“ Mit Werbung Physik lehren und lernen.

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Gunther Wapler, Christian Glagow, Petra Brostowski / Berlin

„Die Kraft, die durch den Knoten geht!“ Mit Werbung Physik lehren und lernen.

Physikalische Sachverhalte und Begriffe begegnen einem im täglichen Leben, so auch in der Werbung. Mit ihnen richtig umzugehen, fällt den Schülerinnen und Schülern schwer. Die Aufgabe der Schule ist es, mündige Schülerinnen und Schüler auszubilden, die sich kompetent und wertend an der gesellschaftspolitischen Diskussion beteiligen können, bei der physikalische Fragestellungen immer wichtiger werden.

In den Rahmenlehrplänen in Berlin und Brandenburg werden daher die Kompetenzbereiche Kommunikation und Bewerten in Physik gleichwertig neben das Fachwissen und den Erkenntnisgewinn gestellt.

Wir wollen mit kompetenzorientierten Aufgaben und kontextbezogenen Themenstellungen zeigen, wie Schülerinnen und Schüler zum Gespräch angeregt werden und ihr naturwissenschaftliches Fachwissen wertend einbringen können. Bilder und Slogans aus der Werbung kommen dabei erfolgreich zum Einsatz.

Die Alltagsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler werden aufgegriffen, an konkreten Beispielen untersucht. Dabei spielen fachübergreifende Aspekte und ein binnendifferenzierter Annsatz eine bedeutende Rolle. Das Angebot richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aller Schularten.

Neue Aspekte in der Evolutionsbiologie der Hominiden

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Prof. Dr. Jörg Zabel, Dustin Eirdosh, Universität Leipzig

Neue Aspekte in der Evolutionsbiologie der Hominiden

Seit der Wende der Verhaltensforschung in den 1970er Jahren spielen ethologische Begriffe wie „Instinkt“ oder „Schlüsselreiz“ nur noch eine Nebenrolle. Weniger der physiologische Mechanismus einer Verhaltensweise wird heute erforscht, sondern vor allem deren Anpassungswert (= ultimate Ursache, Verhaltensökologie). Aber erklärt die Verhaltensökologie auch menschliches Verhalten, oder besitzen wir eine moralische Sonderstellung? Neuere Forschungsergebnisse, u.a. Versuche mit Kleinkindern, unterstreichen die Kooperations- und Empathiefähigkeit der Spezies Mensch.

Pflanzen in der Schulumgebung: Eine Pflanzensammlung mit digitaler Unterstützung anlegen

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R. Peter, S. Thonagel, S. Hartmann, D. Machander, Fachset Biologie der iMINT-Akademie

Pflanzen in der Schulumgebung: Eine Pflanzensammlung mit digitaler Unterstützung anlegen

Vorgestellt werden Materialien und Ideen, mit denen eine Pflanzensammlung ohne Beschädigung der Originale angelegt werden kann (Themenfeld „Lebensräume und ihre Bewohner – vielfältige Wechselwirkungen“, Klassenstufe 7/8). Die erstellten Textgrundlagen sind überwiegend differenzierend aufgebaut und enthalten Anknüpfungspunkte an das Basiscurriculum Medienbildung in den Kompetenzbereichen „Kommunizieren“ und „Produzieren“. Für die Beobachtungsaufgaben im Gelände und die digitale Pflanzensammlung nutzen wir Smartphones. Es ist sinnvoll, die App Locus Map Free (oder eine vergleichbare App zur Anzeige von GPS-Wegpunkten) installiert mitzubringen. Wer möchte, registriert sich außerdem im „Lernraum Berlin“; hier ist die Ablage von Bilddateien vorgesehen.

Mobile phone microscopy: Turning mobile phones into microscopes

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Dr. Nwabueze Emekwuru, Coventry University United Kingdom

Mobile phone microscopy: Turning mobile phones into microscopes

Most laboratory equipment required for science classes can be bulky, expensive, and require specialist technicians to set-up and maintain. These include specialist microscopy, spectroscopy and imaging systems for fundamental biology and physics classes. We have previously shown that mobile telephone based microscopy/spectroscopy/imaging systems can potentially be used for science studies with students. As almost everyone has a mobile phone, almost any interested person can learn aspects of fundamental science without the restrictions imposed by laboratory equipment. Also this tends to raise the engagement level of the students as they are invested in the equipment being used in their studies. In this workshop, we will construct and use mobile phone based microscopes to study common microscopic samples used in science classes. Also, examples of how mobile phones can be used as spectroscopes and for imaging in shadowgraphy systems will be presented at the end.

Hinweis: Workshop in englischer Sprache.

Feuer und Flamme. Gut bestückt mit Experimentierboxen und kompetenzorientierten Unterrichtsmaterialien

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Ruth Leidinger, Oberzent-Schule  Beerfelden

Feuer und Flamme. Gut bestückt mit Experimentierboxen und kompetenzorientierten Unterrichtsmaterialien

Feuer und Flamme – was für ein faszinierendes Naturphänomen. Schüler und Schülerinnen begegnen ihm mit großer Neugier. Gerade im Chemieeinstiegsunterricht sind sowohl die emotionalen als auch die kognitiven Voraussetzungen für eine Erkenntnis gewinnende Beschäftigung mit dieser Thematik gegeben. Eine gut ausgestattete Experimentierbox erleichtert die Umsetzung. Die Unterrichtsmaterialien ermöglichen den Schüler/innen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernen: Checklisten, Arbeitsaufträge und Experimentieranleitungen sowie Übungsmaterialien und Transferwissen erfordernde Arbeitsaufträge unterstützen den Lernprozess. Der Workshop bietet den Teilnehmer/-innen eine ausgewogene Komposition konkreter Unterrichtsmaterialien und Konzepte, fachdidaktisch fundiert und praxiserprobt, inklusive Lehrerbögen für die Unterrichtsgestaltung und Kopiervorlagen für die Schüler/innen. Die Workshopteilnehmer/-innen erproben die Experimente.

Von Chipstüten, Reinigern und Berufsbildern – Chemie lernen mit Aufgaben

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Dr. U. Lüttgens, G. Godowski, D. Dietz, S. Benad, Fachset Chemie der iMINT-Akademie

Von Chipstüten, Reinigern und Berufsbildern – Chemie lernen mit Aufgaben

Der neue Rahmenlehrplan Chemie setzt in seiner Zielsetzung auf die Entwicklung von Kompetenzen in den Dimensionen der vier Kompetenzbereiche. Im angestrebten RLP-Online werden wir dazu Aufgaben vorstellen, die den Anforderungen in Differenzierung, Kompetenzerweiterung und Fachlichkeit gerecht werden. Im Workshop werden diese Lernaufgaben vorgestellt, praktisch erprobt und ihre Anwendung im Unterricht diskutiert. Die Lernaufgaben sind für alle Niveaustufen und beide Schulformen verfügbar und regen die Lernenden durch Kontextualisierung in den Bereichen Schutzgas in Chipstüten, Rohrreiniger, Fleckenpaste und Berufsorientierung zum Nachdenken und zur Kompetenzerweiterung an. Sie sollen explizit nicht zur Abprüfen des Erlernten sondern zur selbstständigen Arbeit und dem Nachvollzug des eigenen Lernens auffordern.

Mystery & Co – forschendes Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht

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Ralf Hepp, Staatl. Studienseminar Erfurt

Mystery & Co – forschendes Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht

In der Motivationstheorie nach Decy & Ryan werden drei wesentliche Aspekte zur deutlichen Verbesserung der (Lern)-motivation formuliert – Kompetenzerfahrung, Autonomie und soziales Lernen.

Das forschend-entwickelnde Lernen kann unter geschickter (Vor)-Planung durch den Lehrenden den Schülerinnen und Schülern das Gefühl vermitteln, selbst zur Lösung eines Problems vorgedrungen zu sein. Sie erleben damit einen Erfolg ihrer guten Teamarbeit mit möglicher Langzeitwirkung.

Im Workshop werden nach einem kurzen Theorieteil zum forschend- entwickelnden Unterrichtsverfahren erprobte Möglichkeiten an Beispielen aus dem (Physik-)unterricht in verschiedenen Klassenstufen vorgestellt, von den TeilnehmerInnen (partiell) erprobt und in der anschließenden Diskussion einer kritischen Wertung hinsichtlich des Unterrichtserfolges, der Einsatzmöglichkeiten und vor allem der Übertragung auf andere naturwissenschaftliche Fächer unterzogen.

FLIPPED TABU – Fachsprache spielerisch lernen und festigen

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Ursula Riemer, Aggertal-Gymnasium Engelskirchen

FLIPPED TABU – Fachsprache spielerisch lernen und festigen

Flipped Tabu ist ein flexibel einsetzbares Methodenwerkzeug zur sprachsensiblen Gestaltung des MINT-Unterrichts. Es kann auf spielerische Weise zur Sicherung und Vernetzung von Begriffen und Fachinhalten verwendet werden.

Flipped Tabu lässt sich ohne großen Arbeitsaufwand in jede beliebige Schulstunde einbinden und führt Schüler schnell zu kleinen, sprachlichen Erfolgserlebnissen. Die Workshopteilnehmer/-innen erwartet neben einem kurzen, theoretischen Input konkretes Material, das individuell bearbeitet und nach Bedarf auf den aktuellen Unterricht zugeschnitten wird.

Bitte Notebook mitbringen!

Naturwissenschaftliches Experimentieren mit sprachsensiblen Materialien

WF_05

K. Lange, V. Vitale, Fachset Naturwissenschaften der iMINT-Akademie

Naturwissenschaftliches Experimentieren mit sprachsensiblen Materialien

Im Workshop werden die im Projekt ,,Science4Life Academy“ entwickelten Experimentierboxen zum Thema „Wetter“ und „Pflanzen unter der Lupe“ vorgestellt. Die auf die besonderen Bedürfnisse der Lernenden abgestimmten Forscherhefte und die sprachsensiblen Materialien unterstützen die Schülerinnen und Schüler beim naturwissenschaftlichen Arbeiten und dem Erwerb grundlegender Sprachmittel. Der Workshop zeigt Möglichkeiten auf, die den Übergang von der Willkommenslage in die Regelklasse erleichtern können.

Mathematische Experimente

Hauptvortrag

Foto: Rolf K. Wegst
Prof. Dr. Dr. hc. Albrecht Beutelspacher
Mathematikum Gießen 
„Mathematische Experimente“

In diesem Vortrag führt Prof. Beutelspacher mit Hilfe einfachster Materialen, faszinierende Experimente vor und erläutert deren mathematische Bedeutung.

Mathematische Experimente öffnen eine neue Tür zur Mathematik: Man geht nicht von Formeln und Gleichungen aus, sondern von eigenen Erfahrungen. Auch Mathematik wird am besten so gelernt, dass man vom Konkreten zum Abstrakten, von Erfahrung zu Einsicht, vom Handeln zum Verstehen fortschreitet. Das Mathematikum in Gießen verfolgt diesen Ansatz sehr explizit: Interaktive Experimente geben einen Impuls und setzen einen Lernprozess in Gang, den ein enormes Motivationspotential und eine große Nachhaltigkeit auszeichnet. In dem Vortrag werden Experimente vorgeführt, die allgemein zum mathematischen Denken anregen. Die Experimente sind so einfach durchzuführen, dass hervorragend für Schülerinnen und Schüler geeignet sind und sind materialmäßig sehr unaufwändig, meist reicht schon ein Blatt Papier. Das Spannende ist nun, dass sich beim Experimentieren ganz automatisch Begriffe, Fragen und Einsichten ergeben.

In dem interaktiven Vortrag werden zahlreiche Experimente gezeigt; die meisten sind so, dass sie die Zuhörer anschließend selbst machen können. Dabei geht es sowohl um geometrische Figuren und Körper als auch um den Umgang mit Zahlen. Insgesamt ein sehr unterhaltsamer – und lehrreicher Vortrag.